Historie

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August Müller - der erste 1. Vorstand des FV Plittersdorf.

August Müller – der erste 1. Vorstand des FV Plittersdorf.

Am 6. Mai 1931 wurde der FV Germania Plittersdorf im Gasthaus zum Anker gegründet. Zum ersten Vorstand wurde August Müller gewählt, der den Verein durch das erste Jahr seines Bestehens führte.

Erste Aufgabe für den noch jungen Vereins war die Suche nach einem geeigneten Sportgelände. Dieses konnte schließlich im Gewann Binsenfeld gefunden werden. 1932 wurde der Bau eines Platzes genehmigt, bereits ein Jahr später wurde die neue Heimstätte der Germanen eingeweiht.

Die ersten Verbandsspiele trug das FVP-Team in der Saison 1933/1934 in der Kreisklasse 2 aus. Der Verein befand sich im Aufschwung – so wurde 1936 eine erste Jugendmannschaft gemeldet -, als zwischen 1939 und 1941 der Spielbetrieb wegen des Zweiten Weltkriegs eingestellt werden musste. Bis 1946 fanden, mit Ausnahme der Saison 1942/1943 (beschränkter Spielbetrieb nach Ende des Frankreichfeldzugs), kein geregelter Fußballbetrieb statt.

Die nach Kriegsende notwendig gewordene Neugründung des Vereins fand im Jahr 1946 statt. Nur wenige Jahre später stellten sich die ersten Erfolge ein und der dreimalige Gewinn des damals legendären Riedpokals (1951-1953) ist auch aus heutiger Sicht noch einer der Höhepunkte der Vereinsgeschichte.

Die legendären Riedpokal-Sieger aus dem Jahr 1952. In dieser Zeit waren Spiele gegen Ottersdorf und Wintersdorf die besonderen Höhepunkte eines Fußballjahrs.

Die legendären Riedpokal-Sieger aus dem Jahr 1952. In dieser Zeit waren Spiele gegen Ottersdorf und Wintersdorf die besonderen Höhepunkte eines Fußballjahrs.

Im Jahr 1956 wurde dann – 5 Tage lang!!! – das 25-jährige Bestehen des Vereins gefeiert. Ein weiterer Meilenstein für die Entwicklung der Rieder Germanen war der Kauf einer alten Baracke, die zum Clubhaus umfunktioniert wurde. Kaum zu glauben, im Jahr 1960 war der FVP einer der am modernsten eingerichteten Sportvereine in der Umgebung.

Das neue "moderne" Clubhaus der Germanen im Jahr 1960.

Das neue „moderne“ Clubhaus der Germanen im Jahr 1960.

Schnell wuchsen jedoch neue Anforderungen an ein „modernes“ Vereinsheim. Nachdem im Jahr 1971 bereits der neue Rasenplatz eingeweiht wurde, folgte 1978 die Fertigstellung des 1. Bauabschnitts des neuen Clubhauses: einen Sanitärtrakt mit vier Umkleidekabinen, Büro- und Schiedsrichterraum, 2 Duschräume und Damen- und Herrentoiletten entstanden durch diese Baumaßnahmen.

Passend dazu, lief es auch sportlich rund: Zum ersten Mal schaffte eine Rieder Mannschaft im Jahr 1978 den Aufstieg in die Landesliga. Ein Freundschaftsspiel gegen den damaligen Bundesligisten Bayer Uerdingen waren weitere Höhepunkte des Vereinsjahres.

Zum ersten Mal in der Landesliga - die erste Mannschaft des FVP im Jahr 1978.

Zum ersten Mal in der Landesliga – die erste Mannschaft des FVP im Jahr 1978.

Bis kurz vor Schluss des Spiels hielt der FVP ein 1:1 und musste sich erst nach einigen Auswechslungen in der Schlussphase mit 1:3 geschlagen geben.

Bis kurz vor Schluss des Spiels hielt der FVP ein 1:1 und musste sich erst nach einigen Auswechslungen in der Schlussphase mit 1:3 geschlagen geben.

Aufsehen erregte man auch ein Jahr später, als man versuchte mit dem Weltrekordversuch „Die längste Theke der Welt“ einen Eintrag ins Guinnes-Buch der Rekorde zu bekommen.

Die längste Theke der Welt - damals wie heute verstehen es die Fußballer aus dem Binsenfeld zu feiern.

Die längste Theke der Welt – damals wie heute verstehen es die Fußballer aus dem Binsenfeld zu feiern.

Das Jahr 1980 war abermals geprägt von Bauarbeiten (Abriss des alten Clubhauses, Erweiterung durch Katine, Nebenzimmer und Küche), ehe im Jahr 1981 das 50-jährige Vereinsjubiläum mit einem großen Festumzug unter dem Motto „Sport durch alle Zeiten und Kontinente“ gefeiert werden konnte.

Außergewöhnliche sportliche Erfolge konnten die Senioren des FVP in den 90er-Jahren erzielen. Zweimal (1992, 1998) errang man die Meisterschaft in der Bezirksliga Baden-Baden und schaffte somit den Aufstieg in die überregionale Landesliga Südbaden. Spiele gegen Traditionsmannschaften wie dem Offenburger FV, den FC Rastatt 04 oder den VfB Bühl prägten diese Phase nachhaltig.

Die Meistermannschaft aus dem Jahre 1992 - Auftakt für eine der erfolgreichsten Dekaden des FVP.

Die Meistermannschaft aus dem Jahre 1992 – Auftakt für eine der erfolgreichsten Dekaden des FVP.

1998: Der FVP gewinnt souverän die Meisterschaft und holt im Derby gegen den FV Ottersdorf auch noch den Pokalsieg!

1998: Der FVP gewinnt souverän die Meisterschaft und holt im Derby gegen den FV Ottersdorf auch noch den Pokalsieg!

Nach dem Abstieg im Jahr 2002 spielte der FVP wieder in der Bezirksliga – mal gegen den Abstieg, mal um den Aufstieg. Bedeutender war in dieser Zeit der Spatenstich zum Bau des Ausweichsportplatzes im Seefeld, der im Jahr 2005 erfolgte und 2007 mit einem Spiel gegen den FV Würmersheim feierlich eröffnet wurde.

Dazwischen lag 2006 das 75-jährige Vereinsjubiläum, bei dem natürlich das Spiel gegen den Karlsruher SC vor 2500 Zuschauern im Mittelpunkt stand.

Mehrmals erreichte man in der Folgezeit das Pokalfinale und die Aufstiegsspiele zur Landesliga; zum Erfolg gereicht hatte es nie – bis zum Jahr 2013: Mit dem Pokalsieg und dem 4. Aufstieg der Vereinsgeschichte wurde vielleicht eine neue Ära eingeleitet.

So tanzen sie - die Aufsteiger aus der Saison 2013.

So tanzen sie – die Aufsteiger aus der Saison 2013.